Wir besuchten die Wilhelma am 06. August 2019 

Es ist Dienstag, der 06. August 2019. Um 7:45 Uhr treffen sich 14 Pleidelsheimer Kinder (einige sind leider verhindert) und Betreuerinnen und Betreuer an der Wiegehalle. Es werden Vorbereitungen für die Fahrt in die Wilhelma getroffen: Abgehakt, durchgezählt, Mützen verteilt…Letzteres ist sehr wichtig. Damit die Kinder im Gewusel der Menschenmengen in der Wilhelma
gleich erkannt werden können, sind farbige Kopfbedeckungen von Vorteil. In diesem Jahr gibt es welche in einem schönen
Grasgrün. Und da möchten wir uns doch gleich bei der Firma Holzbau Keller für das Spenden der Mützen bedanken und
auch bei Herrn Michael Waldenmaier – Firma Arbeitskleidung in Pleidelsheim, der den seitlichen Aufdruck auf den Mützen
sponserte.

Und dann ging es um 8:08 Uhr los… mit Bus, S-Bahn und der Rest zu Fuß. Alle waren wieder total gespannt, was dieser Tag bringen würde. Erster Höhepunkte waren -wie immer- die Affen. Die Bonobogruppe sorgte gleich für Aktion. Hier war was los. Irgendwie gab’s einen heftigen Streit. Einige der Affen rasten wie verrückt durch das Gehege und machten einen ohrenbetäubenden Lärm. Papa und Mama Bonobo beschützten ihr Baby. Ein weiterer Affe kam noch dazu und legte sich schützend über das Eltern-Kind-Knäuel. Und zwei der Bonobos sprangen so heftig gegen die Scheibe, klatschten mit ihren Händen dagegen und fletschten die Zähne, dass die Pleidelsheimer erschrocken nach hinten rannten  und auch von ihnen ein Gekreische (wenn auch nicht ganz so heftig) zu vernehmen war. Und eins der Affenkinder saß mit Schmusedecke und Knabberast ganz gemütlich in der Ecke. Die Bonobos stehen uns Menschen verwandtschaftlich nahe, näher als dem Gorilla und den Orang-Utan. Und da wundert man sich dann auch gar nicht, dass sich in dem Gehege ein Bildschirm befindet. Die Bobobos können fernsehen, können zwischen fünf Filmen per Knopfdruck auswählen ( natürlich nicht  andauernd, die Fernsehstunden sind wohl dosiert). Endlich ging‘s weiter zu den anderen Affenarten.

Dann waren die Erdmännchen in Sicht. Diese possierlichen Tierchen gehören -man glaubt es kaum, zu den Raubtieren. Sie sind aber so goldig, dass die Kinder am liebsten noch länger dem lustigen Treiben und dem super aufmerksamen Erdmännchenwachmann zugeschaut hätten. Was dann aber zog, war die Aussicht auf die Seelöwenfütterung um 11 Uhr.

Das Seelöwenbecken wird saniert und deshalb sind die Tiere in dem momentan nicht genutzten Eisbärengehege untergebracht. Leider gibt es dort keine kommentierte Fütterung. Man kann zwar der üblichen Fütterung zusehen und auch, wie die Seelöwen trainiert und mit Fischen belohnt werden. Aber die Kommentare fehlten und ein kleines bisschen enttäuscht begab sich die Pleidelsheimer Gruppe auf den Weg zum Aquarium und Terrarium. Das Interesse hieran ist immer sehr groß. Unterwegs fragte schon eines der Kinder: „Wann kommen wir zu den Tieren, die wir suchen müssen?“ Ja, im Terrarium sind oft sehr scharfe Augen gefordert, um die Tiere, die be-
schrieben sind, auch zu finden. Gut getarnt verstecken sie sich im Grünzeug oder zwischen Steinen. Aber auch im Aquarium muss man oft ganz genau hinschauen, um bestimmte Fische zu entdecken, z.B. den giftigen Steinfisch. Die Unterwasserwelt ist so wunderschön bunt und vielseitig. Es wuseln mehrere Hundert Arten sehr farbenprächtiger Fische durch die Aquarien. Wichtig waren natürlich auch die Krokodile und auch nach den Seepferdchen wurde noch verzweifelt gesucht.

Als dann alle das gefunden hatten, was sie suchten, ging’s zu den Elefanten, Rhinos, Löwen,
dem Tiger und was sich noch so alles auf dem Weg zum Schaubauernhof tummelt. Zum
Abschluss war, wie immer, der Streichelzoo angesagt und die Kinder konnten neben den vielen exotischen Tieren auch die heimischen Nutztiere betrachten.

Zu erwähnen ist noch, dass natürlich zwischendurch immer wieder die schönen Spielplätze lockten und zum Rutschen, Schaukeln, Balancieren und anderen sportlichen Betätigungen einluden. Und so war auch der krönende Abschluss der Besuch des großen „Spielis“, der schon außerhalb der Wilhelma auf dem Weg zum Nordbahnhof liegt. Pünktlich erreichten wir die S-Bahn, unseren Bus und waren zur geplanten Zeit wieder in Pleidelsheim.

Allen Betreuerinnen und Betreuern ein herzliches Dankeschön. Und danke an den Wettergott, dass er die dicken, schwarzen Wolken weggeschoben hat.

Rosi Monk


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